Herzlich Willkommen auf den Seiten der
Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission

Die 1972 gegründete Kommission ist bis heute eine der zentralen Plattformen der Kooperation zwischen Historikern und Geographen beider Länder. Die Schulbuchkommission sieht es als ihre Aufgabe an, den fachwissenschaftlichen Dialog zu vertiefen. Dazu veranstaltet die Kommission Fachkonferenzen und gibt eine eigene Publikationsreihe heraus. Mittels ihrer Expertise und einer regelmäßigen wissenschaftlich-didaktischen Analyse deutscher und polnischer Lehrwerke wirkt die Kommission auf eine sachgemäße und angemessene Repräsentation des Nachbarn im Unterricht hin.

Trotz substantieller Verbesserungen wissen deutsche Schüler heute immer noch nur wenig über die Geschichte Polens, und Deutsche wie Polen sind sich der historischen Erfahrungen des Nachbarlandes oft nicht ausreichend bewusst. Die Kommission setzt deshalb ihre Arbeit fort und ist bei dem Projekt „Deutsch-Polnisches Geschichtsbuch“ einer der wichtigsten Akteure.

 

 

Aktuelles


XXXVI. Deutsch-Polnische Schulbuchkonferenz „Kommunikationsräume – Akteure, Praktiken und Umsetzungen in der schulischen Praxis“ 19.-21. Mai 2016: Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Vom 19.-21. Mai 2016 veranstaltet die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission in Halle/Saale ihre XXXVI. Deutsch-Polnische Schulbuchkonferenz unter dem Titel „Kommunikationsräume – Akteure, Praktiken und Umsetzungen in der schulischen Praxis“. Damit verbindet sie Forschungen vor allem aus der Geschichtswissenschaft und der Geographie und knüpft an ihren Forschungsschwerpunkt der letzten Jahre, das Konzept der „Kulturlandschaften“, an.

Welche Raumkonzepte gibt es in Schulbüchern? Wie werden diese visualisiert?  Welche Rolle spielen Migration und Kommunikationsräume in Schulbüchern – und welche Veränderungen hat es in diesem Bereich in den letzten Jahren gegeben? Das sind einige der Forschungsfragen, die die Kommission ins Zentrum ihres Interesses stellt. Ein besonderer Fokus wird dabei zum einen auf den Akteuren liegen, die Kommunikationsräume prägen, zum anderem angesichts des Jubiläumsjahres 2017 auf „Kommunikationsräumen  der Reformation“.

Die diesjährige Konferenz steht zudem ganz im Zeichen des bevorstehenden Erscheinens von Band 1 des deutsch-polnischen Projektes „Schulbuch Geschichte“. In einem Workshop mit Lehrkräften beider Länder werden ausgewählte Kapitel des Buches getestet. In zwei Sektionen der Konferenz geht es des Weiteren um eine ausführliche Bilanz von Band 1, nicht zuletzt unter dem Blickwinkel von Kommunikationsräumen und kartographischen Fragestellungen.

Die Deutsch-Polnische Schulbuchkommission nutzt den Rahmen dieser Konferenz zudem für einen Erfahrungsaustausch mit Mitgliedern der Polnisch-Ukrainischen Schulbuchkommission und mit bildungspolitischen Vertretern der in Deutschland lebenden Polen und der in Polen lebenden Deutschen.

Veranstalter der Konferenz sind die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission, das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, das Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, das Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien in Halle/Jena und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Gefördert wird die Konferenz vom Auswärtigen Amt und von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.

Programm (PDF)

 

 

Beitrag des polnischen Vorsitzenden Prof. Robert Traba zur Arbeit und heutigen Bedeutung der Kommission

(Dialog 113/2015)

 

 

Sitzung des Präsidiums der Schulbuchkommission 2015

Foto: B. Dziewanowski-Stefańczyk

Am 29./30. Mai 2015 kam das Präsidium der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission zu seiner jährlichen Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung standen verschiedene Publikationsprojekte, besonders der aktuelle Stand des deutsch-polnischen Geschichtsbuches und das Projekt eines Quellenbandes zur polnischen Geschichte in deutscher Sprache. Auch eine Reihe anderer aktueller Fragen der Arbeit der Kommission wurden besprochen. Gefördert wurde die Sitzung aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften.